Am Tag des Urteils haben uns weitere Mails von D. M. erreicht. Wir nehmen sie hin, auch weil wir jetzt wissen, mit wem wir es zu tun haben. Er schreibt uns weiterhin regelmäßig, an vielen Tagen mehrmals.
tag: spiegel.de ×
eigentlich wenig überraschend, dann aber doch irgendwie. via
judith horchert, die spiegel-redakteurin saschas vertrauen, lob(o)huddelte sascha lobo anlässlich seines 10jährigen spiegel-online-kolumne-jubiläums (der artikel ist also 4 jahre alt), via.
Erschreckend viele Texte von Sascha Lobo sind gut gealtert. Das liegt einerseits an Saschas Hellsichtigkeit und daran, dass er den Einfluss der Digitalisierung auf die Gesellschaft gut verstanden hat und gut erklären kann.
ich hab mal ein, zwei stichproben gemacht, und muss sagen, judith horchert hat recht.
»Ich wäre Ihnen einfach dankbar, wenn Sie Ihrem Kind bessere Beleidigungen beibringen würden. Eine gute Beleidigung erfordert Vorbereitung und Beschäftigung mit dem Sujet. Es ist gewissermaßen eine Wertschätzung. Und fetter Sack ist einfach keine gute Beleidigung. Die zielt ausschließlich auf Äußerlichkeiten ab. Ist mir auch zu unpersönlich. Da wird noch nicht mal erwähnt, dass ich auch stinke! Sie können sich ja melden. Sobald Ihnen etwas einfällt. Sie wissen ja, wie Sie mich erreichen können. Gute Nacht!«
sascha lobo schreibt jetzt seit 14 jahren kolumnen im spiegel.
mir sind saschas kolumnen auf spiegel.de mittlerweile grösstenteils zu kompliziert. vielleicht brauche ich auch das eine wort, um sascha besser zu verstehen.
in der hier verlinkten kolumne führt sascha den begriff „Racket“ von max horkheimer ein, vermeintlich um — wie angekündigt — trump besser zu verstehen. das ist nicht uninteressant, aber auch wenig erhellend. dass trump ein gauner, lügner, betrüger und jemand ist, der seine macht gewissenlos zu seinem vorteil ausspielt, ahnte ich auch, bevor ich die kolumne gelesen habe.
früher hatte ich in saschas kolumnen gelegentlich diesen aha-moment oder so einen euphorie-blitz, den man bei guten texten, guten reden, filmen, serien oder anderen lebessituationen hat. man könnte vielleicht sagen saschas kolumnen sind schwer geworden, in mehrfacher hinsicht: ihnen fehlt leichtigkeit und humor, sie sind anspruchsvoller, dunkler, schlechter gelaunt als sie es einmal waren. vielleicht liegt es aber auch daran, dass sascha irgendwann aufgehört hat ans ende seiner kolumne ein tl;dr zu setzen.
das archiv von saschas kolumnen hat derzeit 39 seiten mit je 20 kolumnen. 20 kolumnen × 39 seiten = 780 kolumnen. das ist erstaunlich, weil 14 jahre ungefähr 728 wochen haben, das heißt er hat 1,07 kolumnen pro woche geschrieben. allein das nötigt natürlich respekt ab. ich kam schon aus der puste, als ich nur quartalsweise eine kolumne schreiben sollte, die gewissen qualitätsmasstäben genügt (mein t3n-archiv).
aus dem maschinenraum des spiegel

gelegentlich klicke ich auf spiegel-online auf einen video-beitrag (heute auf diesen). in der regel spielt das video 3 sekunden, dann wird eine werbung eingeblendet. das funktioniert manchmal, manchmal nicht, was gegebenenfalls an meinen ad-blocker …
abo-drücker-kolumne

sascha lobo am ende seiner aktuellen spiegel.de kolumne:
Anmerkung des Autors: Dieses Essay ist ohne Paywall lesbar. Es mag sich paradox anhören, aber damit in Zukunft mehr Kolumnen und Essays frei zugänglich sein können, hilft es sehr, wenn möglichst …

glückwunsch @SPIEGELONLINE, was für eine geniale idee, um leser vom lesen abzuhalten!
ich habe adgefiltert

frank patalong hat mal wieder ins internet geweint. zuletzt hat er das, soweit ich das mitbekommen habe, 2010 auf spiegel online. damals sprach er noch von einem „16 Jahre alte Deal zwischen Online-Medien und Mediennutzern“ der angeblich lautete:
Wir …
„geschwätz“ ins netz stellen
judith horchert und konrad lischka versuchen sich auf spiegel.de über einen reisebericht der tochter von eric schmidt aus nordkorea zu empören. vielleicht wollten sich die beiden auch nur über die 19 jährige lustig machen und sind aus witzmangel aufs …
details

der (print-) spiegel ist online unter spiegel.de/spiegel zu erreichen. unter spiegel.de ist spiegel-online zu finden. dafür das der spiegel sehr grossen wert auf seine eigenständige marke, redaktion und vor allem abgrenzung zu diesem online-gedöns …
paywall vs. verwässerte marke
meedia berichtet von „machtkämpfen“ im spiegel-verlag über die künftige online strategie.
Steife Brise an der Ericusspitze: In der Spiegel-Chefredaktion ist offenbar ein erbitterter Streit um die Print-Online-Strategie entbrannt. Nach …
patalong im glashaus
frank patalong, eine wie sascha pallenberg kürzlich meinte, „technische Flachpfeife“, der das netzwelt-ressort von spiegel online verantwortet, schrieb heute den wahrscheinlich beklopptesten artikel seiner karriere.
den artikel schrob er er auf …
internet-erklärer
das was der psychologe peter kruse der süddeutschen zeitung in form eines interviews gesagt hat, gehört mit zum klügsten, gleichzeitig aber auch binsenweisesten, was ich seit langem über dieses internet-dings gehört habe. in dem interview geht es …
focus.de vs. spiegel.de
am samstag in hamburg sah ich den chefredakteure von spiegel.de und focus.de dabei zu, wie sie sich bemühten ihren jeweiligen online-auftritten journalistische qualität, markt- und meinungsführerschaft zuzuschreiben. spiegel.de lese ich zwar sehr …
.de-land, morgens um elf
was habe ich heute gelernt? am besten dort lesen, wo man keine symbolfotos verwendet.
der unterschied zwischen sonntagen und montagen
ich komme mir heute leicht feuilletonisiert vor:
wobei das eigentlich besser ist, als gestern:
[links: perlentaucher.de, spiegel.de, sueddeutsche.de]
designklicktrends
ganz grosse qualitätsoffensive bei spiegel.de. mathias müller von blumencron, wächter und selbsternannter garant von qualität, erbitterter gegner von schrott, stellt ja schon länger auch anderen qualitätslieferanten seine bescheidene, …